English version below

Die Grundidee hinter dem Hashtag ist einfach: Problematische, extreme Konten und/oder Instanzen können damit an andere Administratoren als Warnung weitergereicht werden, ohne die genaue Adresse der Administratoren zu kennen.
Das Problem damit ist aber, dass der Mensch das macht, was er am besten kann. Er missbraucht eine eigentlich nicht so schlechte Idee für private und persönliche Zwecke und generiert eine Liste öffentlicher Benutzer/Instanzen zur Schmähung, Diskriminierung, Diffamierung und Diskreditierung anderer. Da sehr viele nicht wirklich auf die Echtheit dieser Anschuldigungen prüfen, sondern einfach nur wie eine Herde Schafe folgen, oder gar zur Selbstbeweihräucherung mitmachen, ohne gänzlich Fakten zu kennen, artet das sehr gerne und sehr schnell in einer Hexenjagd aus und ist vergleichbar mit dem Pranger aus dem 13. Jahrhundert.
Dass es nun ein ganzes Konto gibt, welches eine öffentliche schwarze Liste führt, und Einträge über den Hashtag prüft, ist keine schlechte Idee, aber … Dieses Konto wird von 3 Personen geführt. 3 Personen, die darüber entscheiden wollen, welche Konten/Instanzen im ganzen Fediverse zu blockieren seien. Als Beweis wird in einem Toot meist nur ein einziger Screenshot eines einzigen Toots, der aussagekräftig darüber sein soll, wie ein komplettes Konto oder gar eine komplette Instanz sein soll.
Meine Idee, wenn ein solches Konto schon existieren “muss” wäre, wenn dieses Konto ein Meldeformular auf seiner Webseite bereitstellt, mit dem anonym Problemfälle gemeldet werden können, anstelle es über einer Pranger-ähnlichen, öffentlichen Diskreditierung über einen Hashtag zu machen. Zudem sollte die “schwarze Liste” in meinen Augen nicht öffentlich sein, sondern nur nach Registrierung abrufbar, damit erschwert werden kann, dass die Liste nicht zur Hexenjagd genutzt wird.


The basic idea behind the hashtag is simple: problematic, extreme accounts and/or instances can be passed on to other administrators as a warning, without knowing the exact address of the administrators.
The problem with this, however, is that humans are doing what they do best. They misuse an actually not so bad idea for private and personal purposes and generate a list of public users/instances to vilify, discriminate, defame and discredit others. Since a lot of people don’t really check the authenticity of these accusations, but just follow like a herd of sheep, or even join in for self-adulation without fully knowing the facts, this very often degenerates into a witch hunt and is comparable to the pillory from the 13th century.
That there is now a whole account that keeps a public blacklist, and checks entries via the hashtag, is not a bad idea, but … This account is managed by 3 people. 3 people who want to decide which accounts/instances in the whole Fediverse should be blocked. As evidence, usually only a single screenshot of a single toot, which is supposed to be meaningful about how a complete account or even a complete instance is supposed to be.
My idea, if such an account “must” really exist anyway, would be for that account to provide a reporting form on its website that can be used to anonymously report problem instances/accounts, instead of doing it via a pillory-like public discredit via a hashtag. In addition, the “blacklist” should not be public in my eyes, but only accessible after registration, so that it can be made more difficult and list is not used for witch hunting.

Kromonos
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23d

Es ist interessant zu sehen, wie auf Mastodon auf diesen Beitrag reagiert wird. Diverse Instanzen, und Gott sei Dank auf der Instanz hier schon blockiert, reagieren direkt mit Hass-Reden und empfehlen sogleich ein „Fediblock“ für mich, weil ich ja angeblich nur Trollen würde.
Das gibt dem #FediBlock doch direkt den Faden Beigeschmack von „Du hast eine andere Meinung als ich, also musst du aus dem Fediverse geblockt werden!“ … Das ist wirklich sehr erwachsen und genau das Twitter/Facebook-Verhalten, dem das Fediverse selbst eigentlich entgehen wollte. 🤷

Don di Dislessia
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31M

Ich finde auch, dass man mit solchen Informationen, gerade wenn sie noch nicht ernsthaft geprüft sind, anders umgehen sollte.

Ein Fediverse Pranger ist genau das was wir nicht brauchen, eine gut moderierte Meldestelle ist natürlich schon eine gute Idee, dann muss es da aber unbedingt auch die Möglichkeit geben Einspruch einlegen zu können und das ist natürlich unmöglich, wenn alles immer öffentlich ist.

Kromonos
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11M

Das und zudem gibt es in Deutschland sogar ein Recht zur Äußerung. An die selbst Facebook und Twitter gebunden sind, im Fediverse aber genauso vergessen/ignoriert werden. Z.B. hat der Bundesgerichtshof (BGH) erst am 29.09.2021 (Urt. v. 29.09.2021, Az. III ZR 179/20 und III ZR 192/20) Facebook dazu gezwungen, 2 gesperrte Konten wieder zu entsperren, weil die Konten vor der Sperrung keine Möglichkeit zur Äußerung hatten.

Lars
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11M

@kromonos
Sehe das ähnlich. Nutze die Liste nicht mit meiner Instanz, aber wenn etwas geblockt werden soll, dann schaue ich mir die Instanz an. Nicht nur ein Toot.

Kromonos
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11M

Ich muss gestehen, dass ich mir die Liste ab und an anschaue. Aber direkt blocken, nur weil sie da drauf steht, tu ich nicht. Erst, wenn ich mir die Instanz genauer angesehen habe.

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